Die Atomindustrie hat aus Fukushima nichts gelernt
Falsch
Die Analyse und die gewonnenen Erkenntnisse aus diesem Unfall, der nicht unterschätzt werden darf und vermeidbar gewesen wäre, haben unter aktiver und sofortiger Mitwirkung der weltweiten Nuklearindustrie zu einer Verbesserung des Sicherheitsniveaus von Kernreaktoren in Japan und weltweit geführt.
Fukushima beweist, dass alle Kernreaktoren von Natur aus gefährlich und unsicher sind
Falsch
Vor dem Atomunfall von Fukushima war die japanische Behörde für nukleare und industrielle Sicherheit ineffizient und zu wenig unabhängig von der Regierung und der Energieindustrie. Diesen Beamten gelang es nicht, die im Grunde einfachen Verbesserungen durchzusetzen, die der Betreiber Tepco hätte vornehmen müssen, um die Katastrophe zu verhindern. Man kann diese Situation nicht auf andere Länder übertragen, die Kernkraftwerke betreiben.
Die politischen Reaktionen auf den Unfall von Tschernobyl führten dazu, dass zahlreiche Atomprogramme verlangsamt oder eingestellt wurden, was indirekt zu einer Zunahme der Umweltverschmutzung beitrug.
Wahr
Die öffentlichen Reaktionen auf den Unfall von Tschernobyl haben den Ausbau der Kernenergie in mehreren Ländern für 15 bis 20 Jahre oder sogar länger zum Erliegen gebracht, was zu einem verstärkten Rückgriff auf umweltschädliche fossile Brennstoffe führte.
Die WHO und die IAEO sind tatsächlich durch ein Abkommen aus dem Jahr 1959 verbunden. Keine der beiden Organisationen wird jedoch der anderen untergeordnet, da sie auf einer streng gleichberechtigten Ebene stehen. Zwar hat dieses Abkommen tatsächlich einige Kontroversen ausgelöst, doch hat die WHO selbst im Jahr 2001 erklärt, dass dieses Abkommen ihre Unabhängigkeit nicht gefährde.