Das Meer rund um Fukushima ist gefährlich verseucht

Falsch !

En bref

Die radioaktiven Freisetzungen infolge des Reaktorunfalls hatten keine beobachtbaren Auswirkungen auf die terrestrischen und aquatischen Ökosysteme außerhalb der unmittelbaren Umgebung des Kraftwerks, und es sind auch keine zu erwarten.

En détail

Design ohne Titel - 1

Der Atomunfall von Fukushima-Daiichi führte zur Freisetzung von 3,5 PBq* Cäsium-137 und -134 in den Pazifischen Ozean, was zu einem vorübergehenden Anstieg der Radioaktivität im Wasser in der Umgebung des Kraftwerks führte. Freisetzungen in die Atmosphäre führten ebenfalls zu einem Anstieg der Radioaktivität in der Luft.

Die begrenzte Dauer dieser Freisetzungen, die Verdünnung des Cäsiums einerseits und dessen Einlagerung in Sedimenten andererseits haben jedoch zu einer deutlichen Verringerung der Kontaminationswerte geführt.  Darüber hinaus hat der natürliche Zerfall dazu geführt, dass heute im Vergleich zur ursprünglichen Menge nur noch 36 % des gesamten durch den Unfall freigesetzten Cäsiums vorhanden sind. Mittlerweile ist die Kontamination im Wasser in der Umgebung des Kraftwerks auf ein Niveau zurückgegangen, das dem vor dem Unfall entspricht, in der Luft ist sie vernachlässigbar.

In ihrem Bericht von 2015 stellt die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) fest, dass keine direkten Auswirkungen der Radioaktivität auf Pflanzen oder Tiere beobachtet werden konnten, und weist darauf hin, dass es angesichts der Exposition sehr unwahrscheinlich ist, dass die Biota oder die Ökosysteme nennenswerte radiologische Folgen erleiden könnten.

* Das Becquerel ist eine Maßeinheit, die die Aktivität einer bestimmten Menge radioaktiven Materials quantifiziert. Man verwendet Vielfache des Becquerel (wie das Petabecquerel, PBq, das 10^15 Becquerel entspricht), um Mengen an radioaktivem Material statt dessen Masse zu quantifizieren. 3,5 PBq ist eine beträchtliche Menge, liegt jedoch um das Zehnfache unter der Menge der Freisetzungen von Tschernobyl.