Im Gegensatz zu erneuerbaren Energien wie Sonne und Wind können Kernkraftwerke kontinuierlich betrieben werden und liefern eine stabile und vorhersehbare Stromproduktion. Reaktorabschaltungen sind Ereignisse, die mehrmals im Jahr vorkommen und zu Schwankungen in der Stromerzeugung aus Kernkraft führen, doch sind diese nicht mit der Unbeständigkeit von Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen zu vergleichen.
Das Abschalten von Kernkraftwerken schont die Umwelt und rettet Leben
Falsch
Bis 2035 könnte es weltweit zu schätzungsweise bis zu 260.000 vorzeitigen Todesfällen und fast 17.800 Millionen Tonnen CO2-Emissionen (das entspricht den weltweiten Emissionen von 6 Monaten) kommen, da fossile Energieträger die betriebsbereiten und sicheren Kernkraftwerke ersetzt haben, die nach dem Unfall von Fukushima stillgelegt wurden.
Es gibt keinen Schwellenwert, unterhalb dessen Strahlung nicht schädlich ist.
Unvollständig
Die gesundheitlichen Auswirkungen einer Niedrigdosis-Strahlenexposition sind nach wie vor umstritten. Die Auswirkungen von Niedrigdosen sind, sofern sie überhaupt bestehen, so gering, dass sie bislang noch nicht bestätigt wurden. Mit der Übernahme des sogenannten „linearen Modells ohne Schwellenwert“ als Dosis-Wirkungs-Modell treffen die Strahlenschutzbehörden daher eine bewusst konservative Entscheidung, um die Bevölkerung zu schützen.
Der Unfall von Fukushima ist die Hauptursache für die Todesfälle und Schäden vom 11. März 2011
Falsch
Die Naturkatastrophe vom 11. März 2011 (das Tōhoku-Erdbeben, gefolgt vom Tsunami) forderte fast 18.500 direkte Todesopfer und Vermisste. Sie führte zudem zu etwa fünfzig Industrieunfällen, die ihrerseits gesundheitliche und ökologische Folgen hatten. Die Welt hat jedoch im Wesentlichen nur den Atomunfall von Fukushima in Erinnerung behalten, obwohl dessen gesundheitliche Folgen deutlich geringer waren.
Der Unfall auf Three Mile Island war eine Umweltkatastrophe
Falsch
Der Unfall von Three Mile Island hatte keine nachweisbaren gesundheitlichen oder ökologischen Folgen. Er trug jedoch dazu bei, die Ausbildung des für die Steuerung von Kernreaktoren zuständigen Personals grundlegend zu überdenken.
Der Transport radioaktiver Stoffe ist unverantwortlich
Falsch
Der Transport radioaktiver Stoffe aus der kerntechnischen Industrie unterliegt strengen Vorschriften, da es sich um eine Vielzahl unterschiedlicher Materialien handelt und diese erhebliche Sicherheitsrisiken mit sich bringen. Die gefährlichsten Versandstücke sind so konstruiert, dass sie extremen Bedingungen wie Stürzen, heftigen Stößen, tiefem Eintauchen und starken Bränden standhalten.
Zulieferer der Atomindustrie sind der höchsten Strahlenbelastung ausgesetzt
Verzerrt
Subunternehmer im Nuklearbereich können ebenso wie die Mitarbeiter des Betreibers Strahlung ausgesetzt sein, aber die Strahlenbelastungswerte unterliegen strengen Vorschriften und Kontrollen, um ihre Sicherheit zu gewährleisten, ohne dass dabei zwischen den Arbeitnehmern unterschieden wird, unabhängig davon, für welches Unternehmen sie tätig sind.
Der Uranabbau ist für das Entstehen mehrerer bewaffneter Konflikte in Afrika verantwortlich
Verzerrt
Studien zeigen tendenziell, dass der Uranabbau für sich genommen kein Faktor ist, der das Entstehen von Konflikten begünstigt. Ist der Uranabbau jedoch mit der Anwesenheit benachteiligter ethnischer Gruppen im selben Gebiet verbunden, so steigt das Risiko bewaffneter Konflikte.