Aufbereitetes und abgeleitetes Wasser in der Nähe von Fukushima ist umweltschädlich

Falsch !

En bref

Die Einleitung von tritiumhaltigem „radioaktivem“ Wasser ins Meer hatte keine Auswirkungen auf die Ökosysteme. Die Konzentrationen im Wasser entsprachen sofort wieder den Empfehlungen für Trinkwasser.

En détail

Infolge des Unfalls führte die Beschädigung der Bauwerke dazu, dass Wasser (Regenwasser, Grundwasser usw.) in die Gebäude eindrang. Dieses Wasser reicherte sich durch den Kontakt mit Trümmern und dem Reaktorkern mit radioaktiven Elementen an. Die Menge dieses Wassers, das abgepumpt, gesammelt, dekontaminiert und anschließend in großen Tanks auf dem Gelände des Kraftwerks gelagert wurde, erreichte Anfang 2023 laut verschiedenen Quellen ihren Höchststand von 1,3 Millionen m³ gelagertem Wasser

Um eine Überlastung des Lagerstandorts zu vermeiden, haben die japanischen Behörden auf Empfehlung und unter Aufsicht internationaler Gremien beschlossen, dieses Wasser nach der Dekontaminierung auf ein Niveau, das mit den üblichen Ableitungen eines in Betrieb befindlichen Kernkraftwerks vereinbar ist, ins Meer einzuleiten, ohne dass dies Auswirkungen auf die Umwelt hat

Dieses Wasser wird als „tritiumhaltiges Wasser“ bezeichnet, da es Tritium enthält, das einzige Element, das von den vorgelagerten Dekontaminationssystemen nicht herausgefiltert werden kann. Tritium ist ein schwach radioaktives, wenig radiotoxisches und kurzlebiges Radioelement, das fester Bestandteil des Wassermoleküls ist und somit nicht davon getrennt werden kann. Es ist daher in den Ableitungen aus Fukushima enthalten, und zwar in einer Menge, die über den üblichen Ableitungen von Kernkraftwerken liegt. 

Vor der Ableitung wird das tritiumhaltige Wasser einer kontrollierten Verdünnung mit Meerwasser unterzogen, um die Tritiumkonzentration um eine Größenordnung unter den von der Weltgesundheitsorganisation festgelegten Grenzwert für Trinkwasser zu senken. Nach der Einleitung sinkt diese Konzentration unter Berücksichtigung der natürlichen Verdünnung im Ozean auf vernachlässigbare Werte, die bis zu 10.000-mal unter diesem Trinkwassergrenzwert liegen. 

Unter den Bedingungen der Freisetzung besteht daher keine Gefahr für die Gesundheit oder die Umwelt.