Fukushima beweist, dass alle Kernreaktoren von Natur aus gefährlich und unsicher sind

Falsch !

En bref

Vor dem Atomunfall von Fukushima war die japanische Behörde für nukleare und industrielle Sicherheit ineffizient und zu wenig unabhängig von der Regierung und der Energieindustrie. Diesen Beamten gelang es nicht, die im Grunde einfachen Verbesserungen durchzusetzen, die der Betreiber Tepco hätte vornehmen müssen, um die Katastrophe zu verhindern. Man kann diese Situation nicht auf andere Länder übertragen, die Kernkraftwerke betreiben.

En détail

Vor dem Unfall von Fukushima war die japanische Sicherheitsbehörde, die dem Wirtschaftsministerium des Landes unterstand, nicht ausreichend unabhängig von den Betreibern und ihnen gegenüber zu wenig verbindlich. Eine der ersten Maßnahmen nach dem Unfall war die Schaffung einer von der Regierung unabhängigen Atomaufsichtsbehörde, der Nuclear Regulation Authority, die befugt ist, Vorschriften zu erlassen, Reaktoren abzuschalten und deren Wiederinbetriebnahme zu genehmigen. [1]

Die damalige Behörde schrieb dem Betreiber Tepco keine Schutzdeichhöhe vor, die den historischen Erdbeben und Tsunamis in der Region Fukushima angemessen gewesen wäre (die Tsunami-Schutzmauer des Standorts war 5,7 m hoch, während der Tsunami vom März 2011 eine Höhe von 14 m erreichte). [1]

Offizielle Berichte und wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass Tepco und seine Aufsichtsbehörden zwischen 2000 und dem Unfall fünf Warnungen vor den Risiken eines Tsunamis am Kraftwerk Fukushima Daiichi ignoriert haben. [1]

Außerdem waren die Einrichtungen, die im Falle eines Unfalls im Reaktorgebäude die Freisetzung radioaktiver Stoffe hätten begrenzen können und damals in den meisten westlichen und chinesischen Reaktoren vorhanden waren, ebenfalls nicht vorgeschrieben. Ebenso wenig wie die eigentlich sehr einfachen Systeme, die die beobachteten Wasserstoffexplosionen und die daraus resultierende Freisetzung radioaktiver Stoffe in die Atmosphäre hätten verhindern können.

Heute sind alle betroffenen Reaktoren weltweit mit solchen Vorrichtungen ausgestattet, wobei für jeden Reaktortyp angepasste Maßnahmen getroffen wurden. Die französischen Reaktoren sind ihrerseits seit 2007 mit Wasserstoffrekombinatoren ausgestattet.