Tschernobyl, 40 Jahre später: wenig bekannte Fakten

Die Desinformation, die Europa geschwächt und die Energiewende gebremst hat

Während der Krieg mit Russland und im Nahen Osten Europa die Kosten seiner Abhängigkeit von fossilen Energieträgern drastisch vor Augen geführt hat und Ursula von der Leyen die Haltung der EU gegenüber der Kernenergie als „strategischen Fehler“ bezeichnete, fällt der 40. Jahrestag von Tschernobyl am 26. April 2026 in einen neuen Kontext: Erstmals seit Jahrzehnten hat Frankreich beschlossen, sein Kernenergieprogramm wieder aufzunehmen.

Dennoch bleibt Tschernobyl laut dem Barometer der Risikowahrnehmung 2025 der ASNR das Industrieereignis, das von den Französinnen und Franzosen als am beängstigendsten wahrgenommen wird, weit vor anderen Katastrophen, die wesentlich mehr Todesopfer forderten. Dieses kollektive Trauma wird durch Mythen und falsche Vorstellungen, die zu jedem Jahrestag erneut aufkommen, immer wieder aufrechterhalten.


Über die menschliche Tragödie hinaus hatten diese Fehlinformationen weitreichende Folgen:

  • Eine dauerhafte Verlangsamung der weltweiten Entwicklung der Kernenergie
  • Die Aufgabe fortgeschrittener Technologieprogramme, insbesondere von Reaktoren der vierten Generation als Grundlage einer stärker kreislauforientierten Kernenergie
  • Eine ausbleibende Dekarbonisierung der weltweiten Stromsysteme, abgesehen von bereits CO₂-armen Ausnahmen wie Kernenergie und Wasserkraft
  • Eine fortbestehende hohe Abhängigkeit von Kohle, Öl und Gas.


Vierzig Jahre später zeigt sich das Ergebnis in einer weiterhin sehr starken Abhängigkeit von Gas und Öl sowie in einer direkten Verwundbarkeit gegenüber aktuellen Krisen und Spannungen.

Der Unfall und seine Folgen

Die gesundheitlichen Auswirkungen von Tschernobyl

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Die Folgen für die Entwicklung der Kernenergie

Tschernobyl und die Literatur

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