Gängige Vorurteile

Der Transport radioaktiver Stoffe ist unverantwortlich

Falsch
Der Transport radioaktiver Stoffe aus der kerntechnischen Industrie unterliegt strengen Vorschriften, da es sich um eine Vielzahl unterschiedlicher Materialien handelt und diese erhebliche Sicherheitsrisiken mit sich bringen. Die gefährlichsten Versandstücke sind so konstruiert, dass sie extremen Bedingungen wie Stürzen, heftigen Stößen, tiefem Eintauchen und starken Bränden standhalten.
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Der Uranabbau ist für das Entstehen mehrerer bewaffneter Konflikte in Afrika verantwortlich

Verzerrt
Studien zeigen tendenziell, dass der Uranabbau für sich genommen kein Faktor ist, der das Entstehen von Konflikten begünstigt. Ist der Uranabbau jedoch mit der Anwesenheit benachteiligter ethnischer Gruppen im selben Gebiet verbunden, so steigt das Risiko bewaffneter Konflikte.
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Tschernobyl löste in Europa sofortige negative politische Reaktionen aus

Wahr
Der Unfall von Tschernobyl hatte erhebliche negative Auswirkungen auf die Akzeptanz der Kernenergie in Europa.
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Die Atomindustrie hat aus Fukushima nichts gelernt

Falsch
Die Analyse und die gewonnenen Erkenntnisse aus diesem Unfall, der nicht unterschätzt werden darf und vermeidbar gewesen wäre, haben unter aktiver und sofortiger Mitwirkung der weltweiten Nuklearindustrie zu einer Verbesserung des Sicherheitsniveaus von Kernreaktoren in Japan und weltweit geführt.
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Kernenergie ist eine intermittierende Stromquelle

Falsch
Im Gegensatz zu erneuerbaren Energien wie Sonne und Wind können Kernkraftwerke kontinuierlich betrieben werden und liefern eine stabile und vorhersehbare Stromproduktion. Reaktorabschaltungen sind Ereignisse, die mehrmals im Jahr vorkommen und zu Schwankungen in der Stromerzeugung aus Kernkraft führen, doch sind diese nicht mit der Unbeständigkeit von Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen zu vergleichen.
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Die WHO untersteht der IAEO

Falsch
Die WHO und die IAEO sind tatsächlich durch ein Abkommen aus dem Jahr 1959 verbunden. Keine der beiden Organisationen wird jedoch der anderen untergeordnet, da sie auf einer streng gleichberechtigten Ebene stehen. Zwar hat dieses Abkommen tatsächlich einige Kontroversen ausgelöst, doch hat die WHO selbst im Jahr 2001 erklärt, dass dieses Abkommen ihre Unabhängigkeit nicht gefährde.
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Zulieferer der Atomindustrie sind der höchsten Strahlenbelastung ausgesetzt

Verzerrt
Subunternehmer im Nuklearbereich können ebenso wie die Mitarbeiter des Betreibers Strahlung ausgesetzt sein, aber die Strahlenbelastungswerte unterliegen strengen Vorschriften und Kontrollen, um ihre Sicherheit zu gewährleisten, ohne dass dabei zwischen den Arbeitnehmern unterschieden wird, unabhängig davon, für welches Unternehmen sie tätig sind.
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Die politischen Reaktionen auf den Unfall von Tschernobyl führten dazu, dass zahlreiche Atomprogramme verlangsamt oder eingestellt wurden, was indirekt zu einer Zunahme der Umweltverschmutzung beitrug.

Wahr
Die öffentlichen Reaktionen auf den Unfall von Tschernobyl haben den Ausbau der Kernenergie in mehreren Ländern für 15 bis 20 Jahre oder sogar länger zum Erliegen gebracht, was zu einem verstärkten Rückgriff auf umweltschädliche fossile Brennstoffe führte.
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